Schallplatten an die Wand hängen: 4 Methoden im Vergleich

Schallplatten an die Wand hängen: 4 Methoden im Vergleich

Einleitung

Wer seine Schallplattensammlung ernst nimmt, will sie nicht im Regal verschwinden lassen. Vinyl-Cover sind Kunstwerke. Sie gehören gesehen. Aber wie hängt man Schallplatten eigentlich richtig an die Wand, ohne die Wände zu beschädigen, ohne die Platten zu riskieren und ohne dass es nach drei Wochen schief hängt?

Es gibt dafür mehr Möglichkeiten als man denkt. Und sie unterscheiden sich erheblich in dem, was sie leisten. Dieser Artikel geht alle gängigen Methoden ehrlich durch.

Methode 1: Klebeband und Nagel

Der naheliegendste Weg: Man nagelt einen Nagel in die Wand oder klebt einen Klebestreifen an, hängt die Platte dran und ist fertig. Klingt praktisch. Ist es kurzfristig auch.

Das Problem zeigt sich spätestens beim ersten Umräumen. Klebestreifen hinterlassen Spuren oder reißen beim Abnehmen den Putz mit. Nägel halten bei glatten Kunststoffhüllen schlecht, und eine 180-Gramm-Platte bringt genug Gewicht mit, um im falschen Moment herunterzufallen. Wer in einer Mietwohnung wohnt, wird diese Methode spätestens bei der Übergabe bereuen.

Für eine Platte im Kinderzimmer oder als kurzfristige Dekoration mag das funktionieren. Als dauerhafte Lösung für eine ernsthaft gepflegte Sammlung taugt es nicht.

Methode 2: Schallplatten in Bilderrahmen

Bilderrahmen für 12-Zoll-Schallplatten gibt es speziell zu kaufen, oft ab etwa 15 Euro. Das Prinzip: Platte rein, Rahmen an die Wand, fertig. Optisch kann das sehr ordentlich aussehen, vor allem bei Alben mit starken Covern.

Wer aber seine Lieblingsplatte tatsächlich hören will, steht vor einem Problem. Die Platte muss aus dem Rahmen genommen werden. Und danach wieder rein. Das klingt nach wenig Aufwand, ist es in der Praxis aber nicht: Viele Rahmen lassen sich nur öffnen, wenn man sie von der Wand abnimmt. Und bei einer Galeriewand mit mehreren Rahmen bedeutet das jedes Mal Umräumen.

Für Platten, die man als reine Dekoration aufhängen will und selten oder nie tauscht, ist der Bilderrahmen eine solide Option. Für aktive Sammler, die ihre Platte der Woche zeigen wollen, ist er zu umständlich.

Methode 3: Einteilige Wandhalterungen

Einteilige Wandhalterungen aus Metall oder Kunststoff sind seit einigen Jahren weit verbreitet. Das Prinzip ist denkbar einfach: Ein Wandhalter wird einmal befestigt, die Platte wird aufgesteckt oder eingelegt und steht sichtbar vor der Wand.

Diese Lösung ist für viele Sammler der erste sinnvolle Schritt. Sie ist günstiger als ein Bilderrahmen-System, hält gut und sieht minimalistisch aus.

Die Einschränkung liegt in der Handhabung: Da Rahmen und Wandbefestigung ein einziges Teil sind, muss man beim Plattentauschen genug Abstand zur Wand haben, um die Platte bequem herauszuziehen. Bei einer einzelnen Halterung mit Abstand zur nächsten Wand kein Problem. Bei einer engen Galeriewand, in einer Wandnische oder wenn mehrere Halterungen dicht nebeneinander hängen, wird das Wechseln zur Fummelarbeit.

Wer sich zudem mehrere Reserveplatten hinter der ausgestellten aufbewahren will, hat bei einteiligen Systemen keine Möglichkeit dazu.

Methode 4: Zweiteilige abnehmbare Systeme

Die vierte Methode ist jünger als die anderen und adressiert direkt das Problem, das Sammler an den bisherigen Lösungen stört: den unpraktischen Plattenwechsel.

Bei zweiteiligen Systemen besteht die Halterung aus zwei unabhängigen Teilen. Die Wandhalterung bleibt fest und dauerhaft montiert. Der Rahmen, in dem die Platte steckt, lässt sich von der Wandhalterung abnehmen und wieder aufstecken, ohne Werkzeug und ohne viel Abstand zur Wand. Die Platte wird seitlich in den Rahmen eingeschoben.

Das hat praktische Konsequenzen. Wer seine Lieblingsplatte der Woche tauschen will, nimmt den Rahmen ab, schiebt die neue Platte rein und hängt ihn zurück. Wer in einer engen Wandnische oder einer dicht bestückten Galeriewand keine langen Arme hat, kann trotzdem problemlos wechseln. Und wer mehrere Platten im Wechsel zeigen will, kann sie hinter der ausgestellten im Rahmen aufbewahren.

Der SteelCOLLECT VinylFRAME funktioniert nach diesem Prinzip. Er ist aus kaltgewalztem Stahl gefertigt und pulverbeschichtet, nimmt bis zu 15 Platten auf und wird komplett in NRW hergestellt. Mit dem passenden Tischständer lässt er sich alternativ auch auf einem Sideboard oder Regal aufstellen, falls man keine Wand nutzen will oder kann.

Welche Methode passt zu wem?

Eine ehrliche Einschätzung:

Klebeband und Nagel eignen sich für temporäre Dekoration oder als Einstieg, wenn man noch nicht sicher ist, wo eine Platte dauerhaft hängen soll.

Bilderrahmen sind die richtige Wahl, wenn eine Platte als Kunstobjekt behandelt wird und dauerhaft an einem festen Platz hängt ohne gewechselt zu werden.

Einteilige Wandhalterungen funktionieren gut für einen einzelnen Ausstellungsplatz mit ausreichend Platz zum Manövrieren und ohne hohe Wechselhäufigkeit.

Zweiteilige Systeme machen dann Sinn, wenn die Sammlung lebendig bleiben soll. Wer seine Platte regelmäßig tauscht, mehrere Halterungen nebeneinander plant oder einfach keine Lust hat, jedes Mal die halbe Wand zu demontieren, ist hier besser aufgehoben.

Die Entscheidung hängt letztlich davon ab, wie man mit seiner Sammlung umgeht. Wer Vinyl hört und zeigt, statt es nur zu lagern, braucht eine Lösung, die das täglich mitmacht.

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